Knall

Dieses Gefühl dass mein Kopf platzt und die Menschen in meiner Umgeung jeden Moment mit meinen Gedanken erschlagen werden könnten, weil sie ihnen ins Ohr schreien, ist unerträglich. Ich muss ihn leeren. Aber wie? Morgen kann ich es, weil SIE da ist und zuhört und wir eine "Rette-Mich-vor-meinen-Gedanken-Aktion" starten, nachdem wir uns 6 Tage nicht gesehen haben und ich vollkommen allein in der Welt stand. Total überfordert und überfragt.
Muss denn das Leben so kompliziert sein?
Nur mal als kleiner Flashback: Ich habe ihn geliebt. Meinen besten Freund. Ich habe es ihm vor einem halben Jahr gesag. Er fühlte nicht so, was für mich selbstverständlich war. Danach wurde unser Verhältnis zueinander nur noch besser.
Und jetzt? Jetzt stecke ich wieder fest zwischen "nur" und "mehr als das" und ich komm nicht mehr hinterher. "Nur", dass sich diesmal die Situation verändert hat, denn vllt bilde ich es mir nur ein, aber es könnte eine 0,1%ige Wahrscheinlichkeit bestehen, dass er genauso denkt, bzw diesmal ER derjenige ist, der Gefühle entwickelt hat. Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es sieht danach aus.
Unsicherheit.
Oder bilde ich es mir nur ein?
Interpretiere ich da zu viel hinein?
Ist es ein Wunschgedanke?
Mmh.. eigentlich wünsche ich es mir nicht, denn selbst wenn ich jetzt wieder Gefühle für ihn hätte, er aber keine für mich und ich mir alles nur eingebildet hätte, dann würde ich mit der Zeit damit klar kommen, wie ich es schonmal tat. Es würde weggehen und auf diesem tollen Level bleiben.
Aber was wenn er aufeinmal mit nem halben Jahr Verspätung ankommt und sagt, dass er irgendwas empfindet. Was dann? Das würde alles ändern, denn egal wie sicher ich mir wäre, dass ich nix mehr für ihn empfinde, ich würde rückfällig werden.
Auch wenn ich das nicht will. Ich kann mir uns beide einfach nicht zusammen vorstellen. Nicht DAS "Zusammen". Wir streiten viel zu oft und passen nicht zueinander.
Irgendwann wären wir genervt von uns und alles würde kaputt gehen. Ich hätte dann meine "Liebe" verloren und meinen besten Freund dazu. Ich weiß, wie er sich dann verhalten würde, weil ich dabei war, als es ihm schonmal so ging und ich wüsste lso, dass wir in ein paar Monaten kein Wort mehr miteinander sprechen würden und der Gedanke ist beinahe unerträglich.
Denn egal wie sauer wir sind, wir können nicht ohne.
Ich kann nicht ohne ihn.
Er nicht ohne mich.
Wir nicht ohne einander.
Und das macht das ganze so kompliziert...

1 Kommentar 3.10.09 01:17, kommentieren

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2 Fragen

Wenn man nicht weiß, was man fühlt, was macht man dann?
Oder was ist, wenn man Angst davor hat, die EINE dieser beiden Möglichkeiten zu fühlen?
Was, wenn man sich Herz und Kopf nicht in der Bedeutung eines Menschen einigen können?
Wenn ein Mensch sowohl bester Freund, als auch mehr als das sein könnte?
Wie weit geht "mehr als das"?
Und ist es dann schon wieder passiert.. oder immernoch da?
Denn dass es mal da war, dessen bin ich mir bewusst.. es war mal da, vor einem halben Jahr, als wir uns irgendwie gegenseitig brauchten .. zumindest dachte ich das^^ Am Ende hat es das ganze Konstrukt nicht unbedingt leichter gemacht, doch schließlich alles verschönert. Aber kann es wieder schöner werden? Es ist grade schön genug, es kann auch so bleiben und ich will nich wieder den ganzen Dreck durchmachen, bis es irgendwann noch schöner wird.. falls das überhaupt möglich ist, versteht sich.
Dieses Gefühl von Sehnsucht, wenn er nicht da ist. Dass ich ihn viel lieber viel öfter um mich hätte, weil das Leben mit ihm so leicht sein kann. Dieser Stich von Eifersucht, wenn er was mit IHR macht und mir davon erzählt, obwohl er weiß, dass ich sie nicht mag. Das Gefühl vom Wohlfühlen wenn er da ist.. und das Gefühl von momentaner Leere, wenn er weg ist. Dass ich mich immer freue ihn zu sehen und manchmal schon fast drauf warte, es zu tun.
Aus jedem dieser Sätze könnte ich eine Frage machen.
Viele Fragen. Viel zu viele um Gewissheit zu schaffen.
Denn Antworten weiß ich keine.
Jedenfalls irgendwo zwischen "Mehr als Bester Freund" und "Bester Freund" und "immernoch" oder "schon wieder" muss sie sein.
Ich muss sie nur finden.

27.9.09 01:09, kommentieren

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29

16.9.09 20:22, kommentieren

16.9.09 20:20, kommentieren

16.9.09 20:20, kommentieren

Stopp

Irgendwie komm ich mir undankbar vor. Undankbar, weil ich unzufrieden bin mit mir und meinem Leben. Denn wenn ich es genauer unter die Lupe nehme, dann merke ich, dass es extrem langweilig und unspektakulär ist.. was keines Wegs heißt, dass es immer voll mit Spannung sein muss und ich von einem Abenteuer ins nächste rennen will. Jedoch ein bisschen mehr Pfiff würde mir nicht schlecht tun.
Ich lebe so Tagein Tagaus vor mich hin ohne direkt darüber nachzudenken, was ich eigentlichgrade tue, was es mir bringt und was ich stattdessen tun könnte. Vermutlich sehen aber viele Schülerleben so aus und deshalb zweifel ich grade in dem Moment an mir, in dem ich das hier schreibe.
Dabei sollte ich mich eigentlich gar nicht beklagen: ich habe eine intakte & halbwegs glückliche Familie, in der jeder einen Job hat, alle gleichberechtigt sind, meistens alle gut drauf sind und wir uns recht gut ergänzen. Ich sehe jeden meiner Familie jeden Tag. Mal kürzer und mal länger und so sieht es eben bei den restlichen Familien Deutschlands doch auch größtenteils aus. Dann gehe ich auf eine Schule, die wirklich gut ist und ehrlicherweise auch zu den besten des Landes Brandenburg gehört und ich bin stolz drauf, diese Schule zu besuchen. Ich bin auch nicht schlecht darin und eigentlich macht sie mir sogar Spaß. Und ich habe viiiele Freunde und ich mag jeden von ihnen auf eine ganz besondere Art und Weise. Ich hab zwar verschiedene Freundesgruppen und es ist nicht immer leicht alle unter einen Hut zu bringen, doch ich mag jeden von ihnen wirklich sehr und jeder bedeutet mir viel. Wobei ich meine besten Freunde nicht vergessen will, die natürlich außerhalb der Wertung stehen. Ich hatte nie groß Streit, weder mit Familie, noch mit Freunden. Ich wurde nicht geschlagen oder vergewaltigt, denn ich hatte ein wohlbehütetes Leben in denen alles so lief, wie manch einer es sich wünscht.
So könnte man natürlich denken und fragen, was ich mich eigentlich beschwere. Denn wie gesagt: Undankbar ist es schon irgendwie^^ Aber vllt ist mir mein Leben zu perfekt. Es bietet keinen Platz für Abweichungen und es passiert nix, an dem ich wachsen kann, von dem ich lerne oder auf das ich hinabblicke und voller Stolz sagen kann, dass ich auch diese Hürde gemeistert habe. Nix.
Doch dabei ist es schon eine Herausforderung das Leben zu leben. Jeden Tag aufs Neue zu überleben und in der hetigen Gesellschaft nicht unterzugehen. Deshalb: Ich hör auf mich zu beschweren. Zumindest für heute (:

16.9.09 20:08, kommentieren

Veränderungen

Ein Jahr lang waren viele Puzzleteile meines Herzens über der ganzen Welt verstreut.. Wie das ging? Freunde .. gute Freunde, weniger gute Freunde, meine beste Freundin .. in Südafrika, Australien und Amerika..
Nun sind alle wieder da und das Puzzle fügt sich langsam wieder zu einem großen Gesamtkonstrukt mit dem mekrwürdigen Namen "Ich" zusammen. Denn dieser viel zitierte Spruch "Ich bin das was meine Umwelt aus mir gemacht hat" trifft auf mich voll und ganz zu. Diese Menschen sind ein teil von mir, sie waren lange weg, sind nun alle wieder hier und es wird sich zeigen, ob sie mit mir und dem Tempo das ich in Sachen "Verändern" vorgelegt habe, Schritt halten können und sich anpasen .. oder ob ich mich ihrer scheinbaren Nicht-Veränderung anpasse... Denn ich will mich nicht noch einmal verändern. Ich mag mich so wie ich bin. Im Großen und Ganzen. Und die Menschen in meiner Umgebung müssen mich zu einem bestimmten Grad auch mögen, sonst würde ich allein da stehen in dieser gruseligen Welt. Doch das tue ich nicht.
Ich bin mir sicher, dass ein Teil von mir .. bzw 5 kleine Teile, denn 5 Freunde sind weggegangen .. in dem letzten Jahr abgestorben oder wenigstens betäubt war, um es aushalten zu können, dass Menschen die mich prägen und die mir allesamt sehr wichtig sind, nicht da waren. Denn was hat man auch für eine Wahl, als alles einzufrieren? Sollte cih es am Leben lassen und das ganze Jahr lang rumheulen, anstatt zu genießen was ich habe? Anstatt die Chance zu nutzen und neue Menschen kennen zu lernen?
Ich habe neue Menschen kennengelernt. Menschen die mich aus meinem Loch gezogen haben und denen ich für alles was sie getan haben dankbar bin. Menschen die ich jetzt als meine besten Freunde bezeichne und ohne dich ich in den nächsten Jahren nicht mehr leben mag und die ich jetzt, wo alle anderen alten freunde wieder hier sind, auch nicht verleugnen oder abstoßen möchte. Klar wird es eine Zerreißprobe, aber was bleibt mit anderes übrig?
Menschen kommen und Menschen gehen, doch was bleibt sind wundervolle Erinnerungen, die ein Teil meines Lebens geworden sind.
Dafür bin ich dankbar.
Doch wie drückt man Dank aus?
Darüber muss ich noch nachdenken.

18.7.09 17:45, kommentieren